Sonntag, 7. April 2019

Die aus der Mode gekommenen Wörter in "Das Versprechen der Nonne"

Ein wichtiges Kriterium für Historische Romane ist Authentizität. Im Mittelalter redeten und kleideten sich die Menschen anders als heute. Um das zu transportieren, verwende ich ab und an Wörter, die heutzutage nicht mehr üblich bzw. nicht jedem bekannt sind. Meist kann man die Bedeutung der Wörter aus dem Zusammenhang erschließen: Gehen etwa die Mönche zur Verrichtung ihrer Notdurft ins Necessarium, so sollte klar sein, welchem Zweck dieser Raum dient. 
Einige dieser aus der Mode gekommenen Wörter erkläre ich in der folgenden Aufzählung:
  • Kukulle: Übergewand der Mönche
  • Franziska: fränkische Wurfaxt, zur Zeit der Romanhandlung eine schon etwas antiquierte Waffe.
  • Laudes: Morgenlob.
  • Terz, Sext, Non: Stundengebete zur dritten, sechsten und neunten Stunde. Der Tag war wie die Nacht immer in zwölf Stunden eingeteilt, mit dem Jahreszeiten verlängerten oder verkürzten sich die Stunden.
  • Komplet: Nachtgebet.
  • Refektorium: Speiseraum der Mönche oder Nonnen.
  • Dormitorium: Schlafraum der Mönche oder Nonnen.
  • Necessarium: Abort der Mönche oder Nonnen.
  • Genitium: Raum zum Weben im Nonnenkloster.
  • Cellerar: "Verwaltungschef" des Klosters.
  • Usurpator: Jemand, der widerrechtlich die Macht an sich reißt.
  • Plebs: das gemeine Volk.
  • Anathema: Kirchenbann, Exkommunikation.
  • Philtrum: Rinne zwischen Nase und Oberlippe.
  • Triklinium: Speisesaal (aus dem antiken Rom).

Donnerstag, 24. Januar 2019

Lesung aus "Das Versprechen der Nonne" - die Nächste

Eine Woche nach der Lesung in Stein folgt die nächste Lesung aus "Das Versprechen der Nonne": Am Freitag, 22. Februar um 19:30 Uhr werde ich mein Buch in der Stadtbücherei im Katharinenturm meiner neuen Heimatstadt Heilsbronn vorstellen. Informationen zu den historischen Hintergründen des Buches kommen auch diesmal nicht zu kurz.

 

Dienstag, 1. Januar 2019

Lesung aus "Das Versprechen der Nonne"

Der Termin für meine nächste Lesung aus "Das Versprechen der Nonne" steht fest: Sie wird am 15. Februar 2019 stattfinden, um 18:00 Uhr im Pfarrsaal von St. Albertus-Magnus in Stein. Ich freue mich darauf, mein Buch in meiner früheren Heimatstadt und Kirchengemeinde vorzustellen.



Donnerstag, 27. Dezember 2018

Das Versprechen der Nonne - die Reaktionen

Mittlerweile wurde "Das Versprechen der Nonne" ordentlich verkauft und von dem ein oder anderen Leser habe ich Rückmeldungen erhalten. Immer wieder habe ich gehört, dass jemand das Buch gelesen und anschließend noch ein oder mehrere Exemplare gekauft hat, um sie zu Weihnachten zu verschenken. Eine Leserin konnte bis drei Uhr nachts das Buch nicht weglegen, solange, bis sich ihr Mann beschwerte. 
Zwei Dinge werden oft hervorgehoben: die Spannung, die gleich zu Beginn aufgebaut wird und durch das ganze Buch hält, und die gute Recherche. Ein Theologe lobte u. a., dass schwierige theologische Themen wie das der Gnade oder der rechten Gestalt der Kirche verständlich vermittelt werden.
Schließlich stehen aktuell drei Rezensionen auf Amazon, denen man anmerkt, dass die Rezensenten das Buch intensiv gelesen haben.

Donnerstag, 1. November 2018

Der Kick-off unserer Zivilisation

Das frühe Mittelalter hat vielerorts nicht den besten Ruf. Damals gab es noch keine Universitätskliniken und auch keine Autobahnen, nur ein paar alte Römerstraßen durchzogen den Süden des heutigen Deutschland. Die allermeisten Menschen arbeiteten in der Landwirtschaft, die sehr viel weniger Erträge erwirtschaftete als heute.
Aber damals passierte Etwas, das die folgenden Jahrhunderte prägen sollte: Mönche aus Irland und Angelsachsen kamen in das Frankenreich. Eine zahlenmäßig sehr überschaubare Gruppe von Menschen verbreitete den Glauben an Christus und an die römische Kirche. Aber nicht nur das: Die Klöster machten neues Land urbar, in den Schreibstuben der Klöster wurde Wissen verbreitet. Das Wirken dieser Menschen beeinflusst unser Land bis heute, es gibt kein mächtiges Heer, das die Geschichte unseres Landes mehr beeinflusst hat als diese Nonnen und Mönche. Dabei waren die Gelübde der Armut und Keuschheit eine gute Grundlage, denn auf diese Art nahmen sie niemandem etwas weg. So konnten sie schnell auch Einheimische für ihre Sache gewinnen, z. B. durch Berufungen zum Ordensleben.
In meinem Roman "Das Versprechen der Nonne" steht vor allem die Nonnengemeinschaft um Michal und Walburga für diese Menschen, aber auch Bischof Willibald von Eichstätt.


Diese Nonnen und Mönche legten die geistigen und materiellen Grundlagen für unsere Zivilisaton. Von da an stiegen die Erträge in der Landwirtschaft und das Wissen, aus den Klöstern entwickelten sich später Universitäten. Die Grundlage für all das bildete das Christentum und die römisch-katholischen Kirche. Die Kirche bildete von nun an nicht nur die Klammer zwischen Herrschern und Beherrschten, sie sorgte auch für den Kontakt nach Rom und den gesamten Mittelmeerraum.
Am Ende des Mittelalters stehen blühende Städte mit Universitäten, die Landwirtschaft konnte jetzt viel mehr Menschen ernähren. Ob das Zeitalter, in dem wir aktuell leben, ähnlich nachhaltige Wirkungen entfalten wird, muss sich erst noch zeigen.

Dienstag, 2. Oktober 2018

Buchvorstellung in Heidenheim

In den letzten Wochen habe ich mich hier im Blog rar gemacht. Grund war, dass ich die Buchvorstellung im Kloster Heidenheim vorbereiten musste. Es hat sich gelohnt: Dank der guten Werbung der Heidenheimer kamen 53 Zuhörer, 27 Bücher wurden verkauft, es gab viel positives Feedback. 
Es war ein sehr schönes Erlebnis, am Ort der Romanhandlung aus dem Roman vorzulesen.

Montag, 10. September 2018